Dienstag, 27. September 2016

Schilddrüsiges

Das da was mit der Schilddrüse ist, hat ja schon der Radiologe angemerkt. Also haben wir eine weitere, kleinere Baustelle. Mein TSHwert ist zu niedrig, T3 und T4 sind normal, also eine latente Schilddrüsenüberfunktion. Der Hämatologe hatte mir Carbimazol verschrieben, das bremst die Schilddrüse. Nach einer Woche gings mir gar nicht gut, also zum Hausarzt... der sagte: "Da sind sie wohl in eine Unterfunktion gerutscht." und meinte, Carbimazol absetzen. Ergebnis: plötzlich hatte ich wirklich eine Überfunktion, Durchfall, Hibbeligkeit, Einschlafprobleme. Naja nach einer Woche hat sich das wieder eingependelt.
Heute habe ich mal wieder Blut gelassen, auch der Hausarzt hat drei Versuche gebraucht, morgen hole ich die Werte, damit der Radiologe am Donnerstag frische Werte hat.
Ich darf also mal wieder zum Radiologen, Sonographie und Szintigraphie, damit ich mal wieder 'ne Runde strahlen kann und damit festgestellt wird was genau los ist.

Donnerstag, 15. September 2016

Emotionales

Was für eine Diagnose... einerseits merke ich körperlich nichts von der Erkrankung, es war ein Zufallsfund im Krankenhaus, andererseits... Krebs! Da ist in meinem Körper eine Zelle mutiert und wächst unkontrolliert!
Mein Kopf sagt: Cool bleiben, du merkst nicht, es wird nicht gemacht, macht also alles nichts. Emotional bin ich, glaube ich, noch in einer Art Schockstarre, ich weiß noch gar nicht wie ich das Ganze einsortieren soll. Ich hänge in der Luft und weiß nicht in welche Richtung es gehen wird.

Und wie geht's weiter?

Jetzt heißt es für mich regelmäßig Blut lassen, um die Lymphozyten zu kontrollieren. Normal sind 25 - 40%, ich habe 81% (09.09.16).
Diese Strategie heißt "watch & wait", überwachen & warten, erst wenn noch weitere Symptome dazukommen, geht es an eine Therapie.

Arztbesuche, die sich "lohnen"...

... oder auch nicht.
Es fing an mit Magenschmerzen und Teerstuhl. Kommentar meines Hausarztes: "Da gehen Sie besser gleich ins Krankenhaus, nachher wachen Sie noch morgens auf und sind verblutet!" (Ich mag diesen schwarzen Humor.) Also hab ich schnell ein paar Klamotten (und das Smartphone-Ladegerät) in den Rucksack geworfen und auf gings.
Erst gab's eine Magenspiegelung und am nächsten Tag eine Darmspiegelung. Zum Glück merkt man ja nichts davon, Propofol sei Dank: Licht aus, Licht an, wie? Schon fertig?. Sie haben nichts Ernsthaftes gefunden, nur ein paar harmlose Polypen im Darm, die auch gleich entfernt wurden.
Wie so üblich im Krankenhaus wurde auch gleich ein großes Blutbild gemacht, und das Ergebnis war nun wirklich nicht so nett. Verdacht auf chronisch lymphatische Leukämie! AAAAAARRRRGH! Vorteil: Die Ärzte im Krankenhaus haben gleich einen Termin beim Hämatologen im Gebäude nebenan gemacht. Am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen, am Freitag früh morgens gleich wieder hin, nur ein Haus weiter.
Der Hämatologe sagte dann auch, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, auch das nächste große Blutbild bestätigte die Diagnose nocheinmal. Um zu überprüfen, ob sich in meinem Innenleben (Lymphknoten, Milz, Leber) schon Symptome zeigen, hieß es CT. Im selben Gebäude ist auch eine radiologische Praxis, kurze Wege. Auch der Radiologe betrachtete meine Blutwerte und meinte, das meine Schilddrüsenwerte schlecht wären und deswegen kein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt werden könne. Danach könne man Schilddrüsen-Untersuchungen nämlich für mindestens ein halbes Jahr vergessen. Also gab's dann zwei MRT-Untersuchungen, einmal Hals und oberer Oberkörper, dann Unterleib. Fürchterliche Untersuchungen, laut und man liegt da wie eine Sardine. Ach und der Spaß Kontrastmittel in mich 'rein zu bekommen, es sind immer mehrere Versuche nötig. Zum Glück stören mich Nadeln nicht.
Die Ergebnisse der ganzen Untersucherei: Eine stark vergrößerte Milz, ein paar leicht vergrößerte Lymphknoten im Hals. Meine Schilddrüse ist ebenfalls etwas vergrößert. *Seufz* Alles passt zur Diagnose CLL. Und damit es sich auch lohnt, darf ich auch noch Tabletten für die Schilddrüse nehmen.

Mittwoch, 14. September 2016